Kreisvorstand der Senioren-Union der CDU tagt in Niederzissen

Der Vor­stand der Senio­ren-Uni­on der CDU traf sich zu sei­ner letz­ten Sit­zung die­ses Jah­res in Nie­der­zis­sen. Zunächst wur­de der ehe­ma­li­gen Syn­ago­ge ein Besuch abge­stat­tet. Richard Keu­ler, der Vor­sit­zen­de des Kul­tur- und Hei­mat­ver­eins Nie­der­zis­sen, ließ es sich nicht neh­men, die Vor­stands­mit­glie­der der Senio­ren-Uni­on per­sön­lich durch die wech­sel­vol­le Geschich­te der im Jah­re 1841 errich­tet Syn­ago­ge zu füh­ren.

Fast 100 Jah­re nach ihrer Errich­tung war die Syn­ago­ge Zen­trum des jüdi­schen Lebens in Nie­der­zis­sen. In der Reichs­po­grom­nacht, im Novem­ber 1938, wur­de die Syn­ago­ge geschän­det und die Nie­der­zis­sener Juden wur­den gezwun­gen, das Anwe­sen zu ver­kau­fen. 1939 kauf­te ein Pri­vat­mann das Anwe­sen und bau­te es zu einer Schmie­de­werk­statt um. Anfang der 1990er-Jah­re wur­de der Betrieb ein­ge­stellt. Seit­her stand das Gebäu­de leer. Im Novem­ber 2009 beschloss der Gemein­de­rat Nie­der­zis­sen das Syn­ago­gen­ge­bäu­des zu kau­fen und 2011 begann die Restau­rie­rung, wobei die Mit­glie­der des Kul­tur- und Hei­mat­ver­eins mehr als 1500 ehren­amt­li­che Stun­den inves­tier­ten. Im März 2012 wur­de die ehe­ma­li­ge Syn­ago­ge dann als Erin­ne­rungs- und Begeg­nungs­stät­te wie­der der Öffent­lich­keit zugäng­lich gemacht.

Bei der Restau­rie­rung des Gebäu­des wur­den auf dem Dach­bo­den eine gro­ße Anzahl von Per­ga­ment­hand­schrif­ten, Druck­wer­ke, abge­nutz­te Gebet­bü­cher und ande­re, unbrauch­bar gewor­de­ne reli­giö­se Gegen­stän­de gefun­den. Wie man zwi­schen­zeit­lich weiß, han­delt es sich dabei um einen der bedeu­tends­ten Fun­de zur jüdi­schen Kul­tur in Deutsch­land, der der­zeit wis­sen­schaft­lich aus­ge­wer­tet wird. Ein­zel­ne die­ser Fund­stü­cke, Gegen­stän­de aus dem jüdi­schen Leben in Nie­der­zis­sen, wer­den in der infor­ma­ti­ven Dau­er­aus­stel­lung mit dem Titel „Tag­ein Tag­aus“ gezeigt.

Nach dem Besuch der ehe­ma­li­gen Syn­ago­ge wur­den in der Rats­schän­ke in Nie­der­zis­sen die wei­te­ren Tages­ord­nungs­punk­te der Vor­stands­sit­zung abge­ar­bei­tet. Schwer­punkt war hier­bei die Wei­ter­ent­wick­lung des Stra­te­gie­pa­piers mit dem sowohl die Posi­tio­nie­rung der Senio­ren-Uni­on im Kreis Ahr­wei­ler als auch die Arbeits­schwer­punk­te der nächs­ten Jah­re fixiert wer­den soll. Es wur­de erneut bekräf­tigt, dass sich die Senio­ren Uni­on der CDU im Kreis Ahr­wei­ler, in enger Koope­ra­ti­on mit dem Kreis­vor­stand der CDU, künf­tig noch stär­ker als Inter­es­sen­ver­tre­tung der älte­ren Men­schen ein­brin­gen will. Vie­le Auf­ga­ben in unse­rer sich stän­dig ver­än­dern­den Gesell­schaft kön­nen nur genera­ti­ons­über­grei­fend gemein­sam gelöst wer­den.

2017-11-24T13:07:09+00:0024. November 2017|