Ein Aus­flug der Senio­ren-Uni­on im Kreis Ahr­wei­ler ins Broh­ltal begeis­ter­te bei strah­len­dem Wet­ter. Gut orga­ni­siert von Die­ter Lukas führ­te die Tour durch eine Mischung aus Natur, Kul­tur­ge­schich­te und beein­dru­cken­den Erinnerungsorten.
Der Tag begann mit der Fahrt im Vul­kan Express, einer his­to­ri­schen Schmal­spur­stre­cke der Broh­ltal­bahn von Brohl-Lüt­zing nach Nie­der­zis­sen, eine “Rei­se im Zeit­lu­pen­tem­po” durch die beein­dru­cken­de Vul­kan­land­schaft des Broh­ltals.  Die gemüt­li­che Rund­rei­se durch die Vul­kan­land­schaft mit einem Zug­schaff­ner als Show­ta­lent, der die herr­li­chen Aus­bli­cke und die Geschich­te der Bahn zu einem Erleb­nis für die Pas­sa­gie­re wer­den ließ. Nach einer guten Drei­vier­tel­stun­de vol­ler Kur­ven, Aus­bli­cke und nost­al­gi­schem Fahr­spaß erreich­te der Vul­kan-Express schließ­lich den Bahn­hof Niederzissen.
In Nie­der­zis­sen gab es eine span­nen­de Füh­rung über die neu ange­leg­ten Kul­tur­we­ge, die Kunst, Natur und loka­le Geschich­te mit­ein­an­der ver­bin­den. Die Wege füh­ren direkt zur Syn­ago­ge Nie­der­zis­sen, einem his­to­ri­schen Bau­denk­mal mit beweg­ter Geschich­te und zen­tra­lem Ort des jüdi­schen Lebens in der Regi­on. Abso­lu­ter Höhe­punkt des Tages war die exklu­si­ve Füh­rung von Richard Keu­ler durch die­se ehe­ma­li­ge Syn­ago­ge. Er schil­der­te die Geschich­te des Got­tes­hau­ses von der fei­er­li­chen Ein­wei­hung im Jahr 1841 bis zur Wider­ge­burt als Kul­tur- und Gedenk­stät­te ab 2011. Die Teil­neh­mer erhiel­ten Ein­bli­cke in eine beein­dru­cken­de Samm­lung his­to­ri­scher Gebets­bü­cher, Schrift­frag­men­te, ritu­el­ler Tex­ti­li­en und Gebets­rie­men und spür­ten die Bedeu­tung die­ses Ortes als Zeug­nis jüdi­schen Lebens in der Region.
Nach der kul­tu­rel­len Rei­se stärk­te ein Mit­tag­essen im Schloss­ho­tel Burgb­rohl. Das Haus erzählt eine eben­so ein­drucks­vol­le Geschich­te vom Wan­del der Jahr­hun­der­te und bot eine pas­sen­de Kulis­se für Gesprä­che über Kul­tur und Geschichte.
Bevor die Rück­rei­se begann, orga­ni­sier­te Harald Trin­kaus eine spon­ta­ne Eis­creme-Pau­se – eine will­kom­me­ne süße Erfri­schung im Son­nen­schein und per­fek­te Gele­gen­heit für Gesprä­che über das Erlebte.
Auch die Rück­fahrt mit sagen­haf­ten 20 Kilo­me­tern pro Stun­de begeis­ter­te die Teil­neh­mer. Eine Mit­rei­sen­de fass­te die­sen Tages­aus­flug so zusam­men: “Die schöns­ten Rei­sen misst man nicht in Kilo­me­tern pro Stun­de, son­dern in unver­gess­li­chen Momen­ten pro Minute.”